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Klimaschutz und Energiesicherheit in Balance

2. August 2022 Quelle: BSKI e.V. Redaktion

Forschungsprojekt zur Energieversorgungsqualität im Rheinischen Revier gestartet

Klimaschutz und Energiesicherheit: Das sind die Leitgedanken der Energiewende. Gerade für energieintensive Unternehmen ist es wichtig, dass durch den Wandel zu einem dezentral organisierten Stromversorgungssystem die Versorgungsqualität nicht leiden darf. Mit dem Verbundvorhaben „QUIRINUS Control“ von Wirtschaft und Wissenschaft soll das gewohnt hohe Niveau der Stromversorgung im Rheinischen Revier gehalten werden. Der BSKI hatte als Mitinitiator bereits die „Industrieallianz für regionale Energiesicherheit“ (www.iares.de) mit der „Heppendorfer Erklärung“ ins Leben gerufen, deren Inhalte nun umgesetzt werden.

Jetzt wurde das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Forschungsprojekt technisches Energiesicherheitsmonitoring in Heppendorf bei Köln gestartet, um die Energieversorgungsqualität in der Region zu gewährleisten. Dem Projektkonsortium gehören 20 Partner unter der Leitung der Forschungsgemeinschaft für Elektrische Anlagen und Stromwirtschaft e.V. an. Sie stellen ihre Produktionsprozesse für Analysezwecke zur Verfügung.Das Ziel lautet: Klimaschutz und Energiesicherheit in Balance.

Für dieses Versorgungsqualitäts-Monitoring wird ein Messsystem aufgebaut, das aus einer Vielzahl von prototypisch entwickelten Hotspots besteht, an denen in den Produktionsstätten Energie sensitiver und -intensiver Unternehmen Echtzeitdaten z.B. über das Spannungsniveau ausgewertet werden. Davon ausgehend wird mithilfe von Künstlicher Intelligenz abgeleitet, wie das gewohnt hohe Niveau der Versorgungssicherheit im Rheinischen Revier bei zunehmend dezentraler und volatiler Stromerzeugung sich verändert, aber dennoch gehalten werden kann.

„Ohne sichere Stromversorgung gibt es keine erfolgreiche Energiewende“, sagt Kurt Vetten, geschäftsführender Gesellschafter der SME Management GmbH: „Mit QUIRINUS Control adressieren wir eine wachsende und durchaus begründete Sorge der Unternehmen.“ Ein dezentral organisiertes Elektrizitätsversorgungssystem hat Rückwirkungen auf die Versorgungsqualität. Schon kleinste Verletzungen technisch-physikalischer Parameter können zu kostspieligen Beeinträchtigungen der Produktionskontinuität und damit Wertschöpfungseinbußen führen. Hier brauche es Transparenz und Lösungen, so Vetten.

Daran arbeitet das SME-Team unter Leitung von Dr. Stefan Röder im Verbund mit renommierten Hochschulinstituten, regionalen Netzbetreibern sowie spezialisierten Unternehmen mit „QUIRINUS Control – technisches Versorgungsqualitäts-Monitoringsystem im Rheinischen Revier für den Sektor Strom“. Aufbauend auf der Analyse und Interpretation der Messdaten soll das Projekt Lösungen entwickeln wie etwa die Konditionierung der Stromnetze und den koordinierten Ausbau von Erneuerbaren Energieanlagen sowie die verstärkte Einbindung von Energiespeichern.

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